| Rettenbach - inmitten des Burgendreiecks |  |
| |
|
Lage
Eingerahmt von den bewaldeten Bergkuppen des Vorwaldes, inmitten des Burgen-Dreiecks Falkenstein - Brennberg - Wörth a.d. Donau, liegt in 580 Meter Höhe die weitläufige Gemeinde Rettenbach in einer Talmulde am Höllbach.
Rettenbach wurde im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" auf Kreis- und Bezirksebene mit Goldmedaillen ausgezeichnet und erreichte auch auf Bundesebene eine Goldmedaille.
|
|
Busverbindung
Regensburg - Rettenbach - RVV-Linie 5
|
|
Aktivitäten
Erlebnisreiches Urlaubsvergnügen versprechen Wanderungen durch das urwüchsige Höllbachtal mit seinen rauschenden Wassern und den wie von Riesenhand aufgetürmten Felsengebilden.
Entdecken Sie auch den Burgensteig in Richtung Falkenstein oder über Brennberg und Frauenzell bis hinunter nach Wörth a.d.Donau. Der große Stausee ist ein Paradies für Angler, Eisstockschützen und Schlittschuhläufer. Unweit des Ortes befindet sich ein Skihang mit Schlepplift, in nächster Umgebung versprechen Frei- und Hallenbäder Urlaubsvergnügen.
Zwei Loipen stehen für Sie im Winter zur Verfügung: die Runde um Ruderszell ( 4,5 km) und die Loipe am "Tannerl" (7 km) entlang. Der Skilift "Schmalzlalm" in Schmazgrub, zwischen Rettenbach und Wörth a. d. Donau gelegen, ist vor allem für Kinder bzw. Familien mit Kindern geeignet. Direkt neben dem Schlepplift befindet sich ein Rodelhang. An der Skipiste selbst ist außerdem eine bewirtschaftete Hütte, die während der Öffnungszeiten des Liftes zur Einkehr einlädt.
|
 |
Wandern in der himmlisch schönen "Hölle" bei Rettenbach! Erkunden Sie das Naturschutzgebiet Hölle oder Höllbachtal, durch welches sich der Höllbach seinen Weg zwischen den mächtigen Gesteinsbrocken sucht. Der Wanderweg führt durch ein überaus reizvolles Gebiet im vorderen Bayerischen Wald. Naturliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten! Das Naturschutzgebiet bildet ein Highlight des Prädikat-Wanderweges "Goldsteig".
Rettenbach ist ein Wanderparadies im Vorderen Bayerische Wald, wo sie an Wasser entlang am Stauseeweg, entlang des Höllbaches oder rund um Aumbach die schönsten Fleckerl entdecken können. Viele der Wanderwege sind auch mit den Falkensteiner Wanderwegen kombinierbar. Fünf wundervolle Wanderwege, deren Beschreibung Sie auf der Seite mit den Rundwanderwegen finden, erschließen die Rettenbacher Vorwaldidylle und führen zu zahlreichen Naturdenkmälern sowie landschaftlichen Besonderheiten.
Entdecken Sie auch die Burgensteige in Richtung Falkenstein oder über Brennberg und Frauenzell bis hinunter nach Wörth a.d.Donau.
|
|
Wer bei seinem Aufenthalt nicht auf ein entspannendes Bad verzichten möchte, dem steht im 7 km entfernten Wörth a. d. Donau ein Hallenbad zur Verfügung und im 6 km km entfernten Falkenstein erwartet Kinder und Erwachsene eine fröhlicher Badetag im beheizten Freibad während der Sommermonate.
Rettenbach ist angebunden an das weitläufige Radwegenetz. Es besteht eine Anbindung an den Donau-Radweg und an den Radweg Falkenstein - Regensburg sowie den Festspielradweg nach Cham, über den auch das Radwegenetz im Landkreis Cham zu erreichen ist. Mit der Bayerwald-Card erhält der Inhaber Vergünstigung (1 Euro) beim Kauf der Radkarte Landkreis Cham.
|
|
Veranstaltungen
|
|
jeden 1. Sonntag
im Monat |
Musikantenstammtisch im Gasthaus "Zum Alten Wirt" |
|
|
Sehenswürdigkeiten
Das imposante Naturschutzgebiet "Hölle" im Gemeindebereich, die beiden großen Stauseen als Angler und Badeparadies, die vielen Ruinen, Burgen und Schlösser in der Umgebung als Ausflugsziele und vor allem ein Stück unberührte Natur, verschont von Industrieabgasen und Umweltverschmutzung, werden hoffentlich noch viele Großstädter anziehen zu einem erholsamen Urlaub.
Hier die sehenswerten Kirchen:
Pfarrkirche St. Lautrentius in Rettenbach
Benefiziumkirche St. Nikolaus in Ebersroith
|
 |
Felsenlabyrinth im Höllbachtal
Das Naturschutzgebiet Höllbachtal hat große Bedeutung im Artenschutz und bietet Lebensraum für viele Tiere. Besonderheiten im Höllbachtal ist der Wanderweg mit Waldlichtung, sind die rund und glatt geschliffenen Steine im Bachbett, meterhohe Gesteinsformationen, Granitfelsen und darunter und dazwischen der leicht rauschende Wildbach. Bäume wachsen auf den Felsen, Felsformationen zwischen Bäumen regen die Phantasie an, Gesichter oder Figuren zu erkennen ... Es ist einfach himmlisch in der Hölle!
Eine Besonderheit stellt der Lindenblockschuttwald dar, der hier an einer der ganz wenigen Stellen im Grundgebirge natürlicherweise auftritt. Im geschützten Teilabschnitt durchströmt der Höllbach ein Blockmeer aus mächtigen Granitblöcken.
|
|
Verpflegung und Unterkunft
|
 |
Die gemütlichen Gasthöfe mit vielen Schmankerln warten darauf, Gäste kulinarisch zu verwöhnen.
|
|
Geschichte
Kommt der Ort selbst in Sicht, so wundert man sich über die große, stattliche Kirche das geräumige, für die etwa vierzig Häuser der Ortschaft wohl zu groß geratene Schulhaus und vermutet mit Recht, daß die knapp 200 Einwohner der Ortschaft Rettenbach diese beiden Häuser nicht füllen können.
Tatsächlich ist Rettenbach ein richtiges Vorwalddorf, d. h. es bildet den Mittelpunkt einer ausgedehnten Gemeinde, die mit 2324 ha Fläche den Raum zwischen der Stadt Wörth und dem Markt Falkenstein einnimmt. Die 1272 Einwohner der Gemeinde leben weit verstreut in 26 Ortsteilen. Die größeren Orte Haag, Ebersroith, Aumbach, Ruderszell und Postfelden werden von einem breiten Gürtel von Weilern und Einöden umgeben.
Die Pfarrei Rettenbach erstreckt sich über eine noch größere Fläche:
Sie umfaßt auch noch Teile der Gemeinden Wiesenfelden und Brennberg.
|
|
Steinzeit
Funde aus der Steinzeit belegen, dass der Vorwald wohl schon vor Tausenden von Jahren besiedelt waren. So wurde eine schone Steinaxt aus der Jungsteinzeit bei Aschau gefunden. Eine abgesplitterte Beilschneide aus derselben Zeit stammt aus Ruderszell. Ein sehr schöner Steinschaber aus der frühen Bronzezeit stammt von einem Feld zwischen Aschau und Stocksgrub. Schöne Hornsteinabschläge, meist jungsteinzeitlich, stammen von Feldern bei Postfelden, bei Herrnthann und beim Bergeshof. Schöne Abschläge fanden sich auch bei der Erweiterung des Sportplatzes in Rettenbach vor einigen Jahren. Sie waren begraben von den Erdmassen, die der Regen seit dieser Zeit von den Berghängen heruntergewaschen hat. (Deshalb sind auch in unserem Gebiet die Funde seltener als im Flachland.)
Alle Fundplätze liegen am Barhufer oder in der Nähe von Bärhen. So kann man schließen, daß Jäger oder Jägertrupps in grauer Vorzeit unser Gebiet durchstreiften, Wild jagten oder fischten und an den Ufern der Bärhe mehr oder weniger lang hausten. Ob Sie hier nur übernachteten, ob Sie den Sommer über im Vorwald lebten oder gar mehrere Jahre lang, laßt sich nicht feststellen. Man müßte noch mehr Funde entdecken. Jedenfalls waren schon vor Jahrtausenden Menschen hier und hinterließen Ihre Spuren.
Zwischen Haagthann und Eitenzell wurde vor einigen Jahren ein sogenanntes Schrazelloch entdeckt. Nun streiten sich aber die Wissenschaftler noch, aus welcher Zeit diese Erdställe stammen. Jedenfalls fand sich in diesem Erdgang ein ganzer Topf aus dem frühen Mittelalter und alle Spuren deuten darauf hin, daß der Erdstall um diese Zeit sorgfältig verschlossen wurde. So gut, daß erst ein "Bulldog" einbrechen mußte, um die Gänge wieder ans Tageslicht zu bringen.
Im Gemeindegebiet von Rettenbach liegen viele Felsbrocken herum, zum Arger der Landwirte, die oft nur die Behinderung sehen, zur Freude aber aller Wanderer, die solche Naturschönheiten genießen. Manche dieser Blöcke tragen schüsselartige Vertiefungen, auch Opferschalen genannt. Die Wissenschaftler sind sich noch nicht einig, ob diese Schalen tatsächlich von Menschenhand angefertigt wurden und dem Götterdienst dienten (Opferungen) oder ob Sie durch Verwitterung sozusagen zufällig entstanden. Der größte "Opferstein", im Volksmund "Wasserstein" genannt, steht westlich von Ruderszell einsam auf einer Wiese.
Chronik
(Die nachfolgenden Angaben zur Geschichte Rettenbachs entstammen hauptsächlich der Ortschronik von Th. Kett und den zahlreichen Aufzeichnungen von Pfarrer Hierl, erweitert durch eigene Angaben.)
Für den Geschichtsforscher beginnt die Geschichte eines Ortes erst mit seiner ersten schriftlichen Nennung in einer Urkunde. Alles andere zählt zur Vorgeschichte eines Ortes. Zuerst erwähnt wird unser Gebiet in den Jahren 912 und 914, als Bischof Tuto von Regensburg durch Schenkung den wilden Thumbstaufer Forst erhielt. Bald danach setzte die Rodung und Urbarmachung des Gebietes ein. Im Jahre 914 schenkte Kaiser Konrad I. den Forstbereich zwischen Donau und Regen dem Hochstift Regensburg, verbunden mit dem Auftrag, das Gebiet zu besiedeln. Somit sind die Bischöfe von Regensburg mit Ihren Mönchen die Hauptträger der Urbarmachung und Besiedelung.
Der Vorwald konnte also im 20. Jahrhundert sein tausendjahriges Jubiläum feiern, wenn man seine Besiedlungsgeschichte betrachtet. Andere Geschichtsforscher dagegen führen die Rodung des Waldgebiets zwischen Wörth und Falkenstein noch weiter zurück und bringen Sie in Verbindung mit Salzburger Mönchen.
Das Rodungsgebiet am Wildbach wird dann durch Tausch im Laufe der Zeit um die Jahrtausendwende an die Regensburger Bischöfe übergegangen sein.
Die Errichtung einer eigenen Pfarrei Rettenbach war zu dieser Zeit noch nicht gegeben. Als älteste Pfarreien des Vorwaldgebietes galten Wörth, Thumbstauf (Donaustauf), Hohenthann (Altenthann) und Arrach, sowie Bruckbach, Martinsneukirchen und Süßenbach. Die seelsorgische Betreuung des Brennberger und Rettenbacher Gebietes erfolgte von Wörth aus, die des Altenthanner Raumes hatte Stauf inne. Den Rest teilten sich die nachmals von den Klöstern Frauenzell und Reichenbach konfiszierten Pfarreien Bruckbach und Süßenbach sowie Martinsneukirchen. Altenthann konnte 1378 seine Selbständigkeit erlangen und bald darauf folgte auch Rettenbach hier jedoch, wie auch bei der 1411 gegründeten Pfarrei Brennberg, wurde die Selbständigkeit erheblich eingeschränkt, denn Rettenbach und Brennberg blieben Pfarrkirchen nach Wörth. Im übrigen mußten die Brennberger und Rettenbacher Pfarrer bis 1919 an den Wörther Pfarrherrn eine Abgabe entrichten.
Nach der Gründung der Pfarrei Rettenbach im Jahre 1383 brachte das nachfolgende Jahrhundert keine allzu großen Höhepunkte. Das Gotteshaus wies keine Massivbauweise auf und dürfte zum größten Teil aus Holz gefertigt gewesen sein. Es war dem heiligen Laurentius geweiht. Für die Besetzung der Pfarrstelle hatten die Wörther Pfarrherrn das Präsentationsrecht (Vorschlagsrecht).
Der Ort Rettenbach gehörte zur Herrschaft Falkenstein. Die Bischöfe von Regensburg gaben die Herrschaft als Lehen an die Domvögte. Im 11. und 12. Jahrhundert waren es die Grafen von Bogen. Als nächsten Herren dienten die Rettenbacher Herzog Friedrich dem Stolzen, den Hohenfelsern, den Leuchtenbergern, Herzog Heinrich von Niederbayern, 1340 Kaiser Ludwig dem Bayern selbst, der Stadt Regensb., Herz. Wilh. von Bayern-München, den Herren v. Stauf, Herz. Ludwig, Ludwig v. Pinzenau, Michael v. Preysing, den Seyboldstorf, den Nothaft v. Wernberg, den Haslangsreuth während des 30jähr. Krieges, seit 1644 d. Grafen Törring-Jettenbach. Durch Kauf ging dann die Herrschaft an den Fürsten Thurn und Taxis über, der Sie bis 1848 inne hatte. Damals wurde Rettenbach eine bayerische Landgemeinde.
Ausschnitte von Elmar Betz, Rektor in Rettenbach
Benutzte Quellen: Pfarrgeschichte von M. Sirl, Ortschronik von Th. Kett, Pfarrarchiv, eigene Funde und Aufzeichnungen.
|
| |
| |  |
|  |  |  |  | Rettenbach |  |  | |  | |  | | | Gemeinde Rettenbach Schulstraße 2 93191 Rettenbach Tel. 09462/910026 Tourismus-Büro Falkenstein Marktplatz 1
93167 Falkenstein
Tel. 09462/9422-20
Fax 09462/9422-29 | | | | |  |
|