| Wörth a.d. Donau – Stadt zwischen Strom und Berg |  |
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Lage
Die Stadt Wörth a. d. Donau liegt geradezu idyllisch, eingebettet zwischen Lerchenhaube (446m), Herrnberg (399 m), Schlossberg (380 m) und Königsberg (373 m). Hier an den Ausläufern des Bayerischen Waldes, des größten Waldgebirges Europas, schieben sich die Erhebungen bis an den großen Strom, die Donau, herausschieben. Südlich von Wörth/Donau breitet sich die weite Donauebene aus, die bei günstiger Wetterlage den Blick bis in die Alpen freigibt. Die alte Weinbautradition lebt durch die Neuanlegung von Weinbergen wieder auf. Zurecht kann man behaupten, dass Wörth a. d. Donau das Tor zum Vorderen Bayerischen Wald und damit auch zum Bayerischen Wald selbst ist.
Wenn man sich die zentrale Lage von Wörth in Ostbayern ansieht – genau in der Mitte zwischen Regensburg und Straubing, jeweils nur 25 km entfernt – zweifelt man nicht länger daran, dass Wörth der ideale Ausgangspunkt für jede Menge Unternehmungen ist.
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Busverbindung
Regensburg - Wörth a. d. Donau - RVV-Linie 5
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Aktivitäten
Das glitzernde Band der Donau, nur wenige hundert Meter entfernt, ist eng mit der Stadt verbunden. Dieser Strom, Handelsweg seit uralten Zeiten, brachte früher Reisende wie König Friedrich I. Barbarossa oderKönig Ludwig I nach Wörth. Heute sind es täglich Dutzende vonDonauradlern, die in der Stadt Rast machen. Und die oft so schnell wieder fort sind, dass sie die Reize dieses alten Städtchens kaum entdecken konnten. Denn 1.200 Jahre Geschichte des Schlosses lassen grüßen.
Das Schloss Wörth beherbergt ein Seniorenstift. Im Schlosskeller, Schlosshof, Rondellzimmer und im neunen Bürgersaal finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt. Kultur in Wörth - eine Initiative von Wörther Bürgern und Politikern - fördert die Kulturarbeit in der Stadt Wörth und initiiert verschiedene Veranstaltungen für Groß und Klein.
Wer bei seinem Aufenthalt nicht auf ein entspannendes Bad verzichten möchte, dem steht in Wörth a. d. Donau ein Hallenbad zur Verfügung und im 12 km entfernten Falkenstein erwartet Kinder und Erwachsene ein fröhlicher Badetag im beheizten Freibad während der Sommermonate.
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Im Osten grüßt die Gäubodenmetropole Straubing, im Westen die alte Reichsstadt Regensburg. Deren Fürstbischöfe wussten was angenehm ist und verlegte ihre Sommerresidenz nach Schloss Wörth/D. und machten den Ort schon damals zur Urlaubsort.
Keiner Wunder bei dieser herrlichen Landschaft, die zum Wandern gerade einlädt: Zum Beispiel im "Paradies", in den Wäldern ringsum, in den Donau-Auen, fernab vom großen Verkehr, mit naturnahmen und markierten Wanderwegen. Von den Höhen um das Zentrum bietet sich ein herrlicher Blick über die Ebene und zahlreiche Kirchtürme fordern zum Ratespiel auf.
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Der Goldsteig mit seiner über 600 km Länge ist einer der attraktivsten und abwechslungsreichsten Fernwanderwege Deutschlands. Er erfüllt durch sein Prädikat "Qualitätsweg" alle Ansprüche. Seine Südroute läuft auch durch den Vorderen Bayerischern Wald und ganz in der Nähe von Wörth vorbei.
Der Ge(h)nusssteig zum Goldsteig ist in diesem Fall ein Rundweg von insgesamt 43 km Länge und ideal für eine Zweitageswanderung. Der Rundweg selbst, überwiegend in der Qualität eines Prädikatweges, verläuft größtenteils auf bereits bewährten und bestens markierten Wanderwegen. Also perfekter Wanderspaß.
Der Europäische Fernwanderweg E8, der Oberpfalzweg sowie der Jakobsweg gehen durch das Stadtgebiet von Wörth/Donau.
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Sehenswürdigkeiten
Das Rondellzimmer und die Schlosskirche wurden vom Landkreis Regensburg saniert und sind besondere Sehenswürdigkeiten. Wegen des Altenheimbetriebes können Besichtigungen nicht jederzeit durchgeführt werden. Führungen von Rektor a.D. Ludwig Schindler finden jeden 1. Samstag im Monat von Mai bis Oktober statt. In Hofdorf wurde von der Familie von Eyb das Nostalgiemuseum eröffnet. Ein Besuch lohnt sich.
Hervorragend ist die Anbindung an das Weltkulturerbe Regensburg und die Gäubodenmetropole Straubing.
Hier die sehenswerten Kirchen:
Stadtkirche St. Peter
Schlosskirche St, Martin
St. Jakob in Kiefenholz
St. Matthäus in Zinzendorf
St. Wolfgang und St. Ulrich in Tiefenthal
St. Marien in Weihern
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Schloss Wörth a. d. Donau
Das Schloss befindet sich weithin sichtbar auf dem Berg mitten im Ort, der Weg ist ausgeschildert. Im Schloss befindet sich ein Seniorenstift, die Höfe sind tagsüber frei zugänglich, nicht allerdings das Innere der Gebäude. Führungen werden jeden 1. Samstag im Monat von Mai bis Oktober durchgeführt. Info: VG Tel. 09482/940 30.
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Rondellzimmer
Das Rondellzimmer ist der kunstgeschichtlich wohl bedeutendste Raum im Schloss Wörth a. d. Donau. Fürstbischof Albrecht Sigmund ließ das Zimmer im südwestlichen Batterieturm des Fürstenbaus ausstatten. Die Stuckarbeiten erledigte der italienische Künstler Jacopo Tornino 1673/74 und die Fresken wurden 1676/77 von dem Regensburger Jakob Heybel gemalt.
Der Maler Jakob Heybel (1641-87) schuf hier im Rondellzimmer den umfangreichsten mythologischen Zyklus im weiten geografischen Umkreis: sechs Gemälde im Gewölbe, fünf an den Unterseiten der Fensterbögen, fünf an den Fensterbrüstungen und sechs Figuren an den Pilastern, insgesamt zweiundzwanzig Bilder. Die Malereien bilden ein für unsere Region eher außergewöhnliches Bildprogramm, welches wohl auf die persönlichen Interessen des Auftraggebers schließen lässt. Die Themen kreisen in antiker Verkleidung um die Bereiche Jagd, Macht, Klugheit: Interessen, die einem Mann wie Fürstbischof Albrecht Sigmund zustanden.
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Schlosskapelle St. Martin
Errichtet 1616 von Bischof Albert IV. von Törring. Der zweigeschossige Kirchenbau passt sich dem Südflügel an und erscheint im Inneren als ein lichter, hoher Saal, dessen Westseite eine säulengestützte Empore einnimmt.
Die heutige Ausstattung der Schlosskirche geht im Großen und Ganzen auf eine grundlegende Umgestaltung unter Fürstbischof Albrecht Sigmund im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts zurück.
Das älteste Bildwerk der Kirche steht an der Empore: die Figur des hl. Martin, in die Entstehungszeit der Kirche um 1616 oder kurz danach zu datieren.
Die Schlosskirche Wörth a.d. Donau wurde 1997/1998 durch den Landkreis Regensburg saniert.
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Nostalgiemuseum
Das Nostalgiemuseum von Alexander Frh. und Silvia Frf. von Eyb ist ein nostalgisches Museum mit ganz persönlichen Stil, dass zum Verweilen, Wohlfühlen, Erinnern und auch zum Träumen einlädt. Besonders willkommen sind Kinder, sie finden bei vielen Anfass- und Spielobjekten ihre eigene nostalgische Welt mit zahlreichen Sammelgebieten.
Nach dem Museumsrundgang lädt das Nostalgie-Café zum Verweilen ein, hier kann man erleben, dass selbst ein ehemaliger alter Kuhstall nostalgisches Ambiente bieten kann.
Das Nostalgiemuseum ist von Ostern bis Ende September Samstags, Sonntags und Feiertags von 14 - 18 Uhr geöffnet. Zusätzl. Öffnungen für Gruppen und bei Sonderausstellungen;
Zur Alten Donau 4, 93086 Wörth a.d. Donau- Hofdorf
Tel. 09482-90086, Fax 09482-959444
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Perlbachtal - das Paradies
Die wildromantischen Bachtäler - Spindelbach, Höllbach oder Perlbach- mit ihrer bunten Blütenpracht liegen inmitten der größten Waldfläche des Landkreises Regensburg und beherbergen ein Vielzahl seltene Tier- und Pflanzenarten. Die Schönheit der Bachtäler spiegeln Ortsbezeichnungen wie das "Paradies" für das Perlbachtal bei Wörth. Im Winter lässt es sich hier fantastisch Langlaufen, in den restlichen Monaten herrlich Wandern und die Naturvielfalt genießen.
Interessantes zur erhaltenswerten Vorwaldwiesen-Kulturlandschaft.
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Stadtkirche St. Peter
Die Geschichte der Pfarrei Wörth a. d. Donau ist viele Jahrhunderte hinweg engstens verbunden mit der Bischofsstadt Regensburg. Nach alten Überlieferungen gründeten in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts Mönche des berühmten Klosters St. Emmeram in Regensburg in Wörth ein Kloster. Die Kirche wurde dem hl. Petrus geweiht. Dieses Kloster wurde zerstört und nicht mehr errichtet.
Die heutige Pfarrkirche mit dem gotischen Westportal wurde in verschiedenen Zeitepochen gebaut. Die heutige Anlage geht wohl auf die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück. 1464 dürfte die Entstehungszeit des Turmes sein. In der Barockzeit (1710) wurde der Turm erhöht und mit einer Zwiebelkuppel versehen, die 1841 einem Großbrand zum Opfer fiel. Danach wurde der Turm mit einem 16 rm hohen Spitzhelm ausgestattet. Während der Barockzeit wurde das Innere der Kirche verändert und abermals im 19. Jahrhundert, dann im im Sinne der Neugotik. Dabei wurden die barocken Deckengemälde übermalt. Erst bei der Renovierung 1966 konnten diese Bilder wieder freigelegt werden.
Autor Pfarrer Johannes Frischholz
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Verpflegung und Unterkunft
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In modernen Gasthäusern mit bodenständiger, traditioneller Küche ist für das Wohl der Gäste bestens gesorgt. Eine Vielzahl von Konferenz- und Gesellschaftsräumen bieten Wörth darüber hinaus als Tagungs- und Konferenzort an. Auch die beiden Autobahn-Ausfahrten tragen dazu bei, dass Wörth unter Tagungsreisenden immer mehr an Beliebtheit gewinnt.
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Partnerstädte
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Partnerschaft mit Örkény (Ungarn)
Bereits seit 2003 besteht die Partnerschaft mit der ungarischen Stadt Örkény in der Region Pest. Initiator der Begegnung war Werner Trendel und seither besteht eine tiefe Freundschaft und das aufrichtige Gefühl der Verbundenheit miteinander. Am am 16. Juli 2010 wurde die Städtepartnerschaftsurkunde offiziell im 700 km entfernten Örkèny unterschrieben und zwei Wochen später, am 1. August 2010, im Rahmen des Bürgerfestes und der Feierlichkeiten zum Abschluss der Sanierungsmaßnahme Ludwig- und Taxisstraße mit Bürgerhauseinweihung in Wörth a. d. Donau. Die Bürgermeister Anton Rothfischer und István Kovács besiegelten den Vertrag mit ihrer Unterschrift.
Seit den Anfängen der ungarisch-bayerischen Freundschaft findet jährlich ein reger Austausch zwischen Wörth und Örkény statt. Ab September 2010 wird außerdem ein Schüleraustausch zwischen der Schule Wörth und der Schule Örkèny organisiert.
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Geschichte
Um 1806 schreibt man dort im Rondellzimmer europäische Geschichte: Fürstprimus Karl von Dalberg unterzeichnet, wenn auch zögerlich, die Rheinbundakte. Diese sichert Napoleon volle Unterstützung in seinem Machtbestreben zu – indirekt wird Bayern dadurch zum Königreich. Dann wird Wörth endlich selbst Bayerisch: Im Jahr 1810 fällt der Ort an die bayerische Krone, gehört also nicht mehr zur freien Rechstadt Regensburg, die nun ebenfalls bayerisch wird.
Der Markt Wörth wurde 1954 zur Stadt erhoben.
Die Stadt mit 4.500 Einwohner hat gute Freizeiteinrichtungen, wobei das 1975 eröffnete Hallenbad ein besonderes Angebot für die Bürger ist. Wörth hat mit seinen Einrichtungen, der zentralen Lage zwischen Regensburg und Straubing, einen hohen Wohn- und Freizeitwert.
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Erstmals urkundlich erwähnt wird Wörth/Donau in einer Schenkungsurkunde von 787. Aus ihr geht hervor, dass die Schenkung in der Kirche St. Peter in der Ortschaft Uuerid geschah. Aus dem althochdeutschen Wort Uuerid, eine frühere Bezeichnung für Ansiedlungen an Gewässern, wurde Werid und dann Wörth.
1979 feierte die Stadt Wörth a. d. Donau ihr 1200-jähriges Bestehen.
Wörth, früher Werid, wurde 909 von den Hunnen zerstört. In dieser Zeit wurde eine Burg - die Veste Werd - auf dem Schlossberg erbaut. Nicht bewiesen hingegen ist es, dass hier an gleicher Stelle um die Karolingerzeit eine Gaugrafenburg um 800 stand.
Die Existenz der heutigen Stadtteile lässt sich ab 1134 urkundlich nachweisen. Um 1200 ließt der Pfalzgraf und Herzog Johannes auf der mittelalterlichen Burganlage das heutige Schlöss Wörth bauen, welches von den Regensburger Fürstbischöfen im 16. und 17. Jahrhundert zu einem Renessanceschloss umbauen ließen. Diese verlegten ihre Sommerresidenz nach Schloss Wörth/Donau. Am 26. Juli 1806 unterzeichnete Karl Theodor von Dalberg im Schloss die Rheinbundakte, aber nur vier Jahre später 1810 ging die Herrschaft der Kirchenfürsten zu Ende. Schloss Wörth wurde mitsamt den Wälder vom Königreich Bayern säkularisiert.
Am 5. Mai 1954 wurden Wörth die Stadtrechte verliehen. Das Schloss wurde 1983 vom Landkreis saniert und beherbergt heute ein Seniorenheim. Im Rondellzimmer und Schlosskeller finden aber nach wie vor öffentliche Veranstaltungen statt.
Im Jahr 2004 feierte Wörth a.d. Donau sein 50jähriges Bestehen als Stadt.
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